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Tolle Platzierungen und lange Reise

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Am 30.11.14. fuhr eine Gruppe mit sechs Schüler- bzw Kadettensportlern und zwei Trainern zum Bezirks-und Nikolausturnier nach Deutschland und durchlebte sogar seine eigene, kleine Odyssee.

 

Das besonders in den unteren Gewichtsklassen gut besetzte Turnier des KVA Remseck galt vor allem der Gewinnung von Kampferfahrung für unsere Jungs. 
Nach der dreistündigen Anfahrt ging es sofort zur Abwaage und anschließend hatten wir genug Zeit zu essen und uns auf die Kämpfe vorzubereiten. Als es dann endlich losging, war das Turnier nach etwa 3 Stunden schon wieder vorbei, da auf fünf Matten gleichzeitig gerungen wurde.

Obwohl keiner unserer Sportler einen ersten Platz erringen konnte, sind beide Trainer sehr zufrieden. Alle haben ihr Bestes gegeben, haben versucht die Erfahrungen aus dem Training umzusetzen und haben auf die Anweisungen der Trainer gehört.
Wir konnten an den Kämpfen lernen, dass wir mit Eric und Simon noch an ihrer Armklammertechnik arbeiten müssen, damit sie mehr Sicherheit im Kampf gewinnen und aus dieser Position auch angreifen können.
Bei den Jüngeren der Truppe haben wir erkannt, dass im Bereich Schwungriffe noch einiges perfektioniert und vor allem beschleunigt werden muss. Schlussendlich erreichten wir folgende Platzierungen:

  • Eric Marburger 2.Platz bis 58kg A-Jugend
  • Simon Ender 2.Platz bis 50kg B-Jugend
  • Nasrudin Ustarchanov 2.Platz bis 50kg C-Jugend
  • Kurban Isaev 2.Platz bis 46kg C-Jugend
  • Deni Bugiev 3.Platz bis 38kg C-Jugend
  • Magomed Midaev 4.Platz bis 50kg C-Jugend

Als wir um etwa 17:30 Uhr mit gepackten Taschen zum Bus liefen, fragte mich einer der Jungs: „Trainer, wann sind wir etwa wieder zuhause?“ Ich rechnete kurz nach und antwortete dann: „Wir werden so zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr ankommen.“ Ich hätte niemals gedacht, dass ich mit dieser Schätzung stundenweit daneben liegen würde und uns noch eine Odyssee im Auto erwarten würde.

Nachdem wir plötzlich vor einem 4km langen Stau standen, bei dem sich wirklich gar nichts bewegte, wusste ich, dass es mindestens 23:00 Uhr werden wird. Als wir dann endlich von der Autobahn runter konnten und der ewig langen Umfahrung folgen mussten, landeten wir in Nebelfeldern, in denen wir keine 10 Meter weit sahen. Da wir im Schneckentempo diesen Nebelsumpf durchqueren mussten, dachte ich: „Okay… es wird mindestens 24:00 Uhr werden.“

Als schlussendlich alles daneben ging und wir uns auch noch kilometerweit verfahren hatten, spuckte das Navi die Ankunftszeit 01:30 Uhr aus. Da halfen kein Jammern und kein Flehen mehr. Mir mussten im Dunkel der Nacht und unglaublichen Nebelfeldern noch etwa zwei Stunden lang Richtung Götzis fahren.
Zur Kräftigung und Besänftigung gönnten wir uns noch einen Abstecher in den McDonalds. Dies brachte unsere Jungs wieder in Stimmung und die Trübsal im Bus wurde zu guter Laune und Spaß. Trotz alledem schliefen sie wenig später ein und wir konnten sie Unbeschadet nach Hause bringen.

Ein Lob gilt an dieser Stelle den Kinder und Jugendlichen, die trotz dieses Chaos munter und fröhlich blieben und sich auch etwas über dieses Abenteuer freuten. Außerdem möchten wir den Eltern danken, die verständnisvoll bis spät in die Nacht auf ihre Kinder warteten.