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Der KSV Götzis siegt erneut gegen den KSK Klaus! Klarer 34:24 Erfolg für unser Team!

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Nach dem Duell der Ländle-Hochburgen in der 2. Bundesliga, das der KSV Götzis klar für sich entscheiden konnte, kam es zum Showdown der Giganten in der Königsklasse. Die Stimmung in der Winzerarena war angespannt, als die Teams der ewigen Kontrahenten zum zweiten Mal in der Saison aufeinandertrafen. Zur Erinnerung: die erste Begegnung konnte der KSV Götzis mit einem haarscharfen 30:29 für sich entscheiden.
Im zweiten Duell der Saison war das Ergebnis schon deutlicher, obwohl es noch besser hätte ausfallen können.

Begonnen wurde mit der Freistil-Runde, die Hamsat Asuchanov bis 57kg eröffnete. Nachdem Hamsat in seiner letzten Begegnung mit Jäger Raphael auf Schulter verlor, wollte er Revanche. Diese bekam er auch, als er Jäger noch in der ersten Runde mit einem klaren 12:0 durch technische Überlegenheit besiegen konnte und bewies, dass er zu seiner alten Form zurückgefunden hat.

Im nächsten Kampf traf Lukas Hörmann auf den Freistilspezialisten Ludescher Johannes. In der höchsten Gewichtsklasse fällt die Entscheidung nicht selten durch Verwarnungen. Auch in diesem Duell sollte es nicht anders sein. Unglücklicherweise hatte Lukas am Ende das Nachsehen und musste sich trotz einem Punktestand von 2:2 geschlagen geben. Er sicherte sich jedoch einen Mannschaftspunkt in seiner schwächeren Stilart.

Bis 62kg kam der noch junge Abdullakh Kenesarin zum Einsatz, der auf den Klauser Legionär Ramm George aus Großbritannien traf. Wie schon in allen vorangegangen Kämpfen unseres Youngsters überzeugte dieser durch seinen uneingeschränkten Siegeswillen und seine Bereitschaft in jeder Sekunde des Kampfes alles zu geben. Mit dieser Einstellung schaffte er es erneut gegen einen Top-Sportler zu punkten und sicherte einen Mannschaftspunkt.

Liubomyr Sagaliuk, unser Freistilprofi aus der Ukraine, ließ bis 100kg nichts anbrennen und erkämpften einen Schultersieg gegen Müller Lukas. Ohne Mühen ging er zuvor mit 8:0 Punkten in Führung und überzeugte wieder mit seinem ruhigen und effizienten Ringstil. Er ist zu einem festen Bestandteil unseres Teams geworden und auch als Trainingspartner und Coach essenziell für unsere Mannschaft.

Bis 68kg traf Altmeister Matthias Kathan auf den Freistilspezialisten Magomadow Elsbek. Nach einem harten Kampf, der über die volle Kampfzeit ging, konnte Matthias einen Punkt erkämpfen und ein spektakuläres 1:5 erreichen. Somit sicherte sich unser Routinier einen wichtigen Mannschaftspunkt.

Eine sehr unglückliche Niederlage erlitt Heeressportler Elias Pajantschitsch im freien Stil bis 88kg gegen Magomadow Ilias. Nach einer tollen 8:0 Führung und spektakulären Würfen geriet Elias in die Kopfklammer des Klausers und konnte sich leider nicht mehr befreien. So verlor er diesen Kampf trotz Führung und Überlegenheit unglücklich auf Schulter.

Den letzten Kampf der Freistilrunde bestritt Martin Kogler gegen Halbeisen David. Obwohl Martin technisch überlegen war und als Freistilspezialist die besseren Karten hatte, musste er sich schlussendlich knapp geschlagen geben. Da Martin am Beginn des Kampfes zu wenig Akzente setzen konnte und gegen Ende des Duells zu erschöpft war, gelang es ihm nicht mehr das Blatt zu wenden und den knappen Rückstand aufzuholen.

Somit endete die Freistilrunde mit 17:12 für den KSK Klaus. Mit den knappen Niederlagen von Martin Kogler und Hörmann Lukas und der Schulterniederlage von Elias Pajantschitsch verlief die Freistilrunde allerdings mehr als unglücklich für den KSV Götzis.

In die Greco-Runde startete das Team eine spektakuläre Aufholjagd, beginnend mit Hamsat Asuchanov, der seinem Gegner auch im Greco keine Chance ließ. Er siegte auch hier durch technische Überlegenheit mit einem klaren 0:12 gegen den Klauser. Neuer Punktestand: 17:16.

Schwergewichtler Lukas Hörmann pochte schon auf seine Revanche für den Freistil-Kampf gegen Ludescher. Er dominierte seinen Gegner klar, musste aber am Ende der 1. Runde einen technischen Punkt abgeben. Das Ziel unseres Schwergewichts war jedoch ein 4:0, weshalb Lukas seine Taktik umstellte und angefeuert von Mannschaft und Publikum auf Zermürbung des Gegners umstellte. Nach fünf Minuten und 32 Sekunden war es schließlich soweit und Ludescher, der vor Erschöpfung kaum mehr aufstehen konnte, bekam die dritte Verwarnung wegen Passivität. Dies bedeutete ein 4:0 Sieg für Lukas und einen neuen Punktestand von 17:20.

Bis 62kg startete erneut Abdullakh Kenesarin und traf auf Gortano Thomas. Gortano, der für seinen Kopfhüftschwung bekannt ist, war Abdullakh klar unterlegen. Der Götzner fixierte seinen Gegner ständig in der Armklammer und ließ diesem dadurch keine Möglichkeit für seinen Kopfhüftschwung. Durch ständige Vorwärtsbewegung und Angriffe erreichte unser Youngster schließlich einen Sieg durch technische Überlegenheit und gab keinen Punkt ab. Wir lagen also mit 17:24 in Führung.

Im anschließenden Kampf durfte das Publikum endlich den künftigen Olympiastarter und WM-Dritten Dimitry Timchenko bewundern. Der sympathische Ukrainer hatte keine Mühen mit Müller Lukas und brachte eine altbekannte Technik zurück auf die Matte, die man in den letzten Jahren immer weniger zu Gesicht bekam. Mit einem starken verkehrten Ausheber und seiner Spezialtechnik, der Kopfklammer, bezwang er den Klauser in 38 Sekunden mit 12:0.

Bis 68kg im griechisch-römischen Stil kam es zur Sensation des Abends. Altmeister Matthias Kathan, der schon im Freistil einen tollen Kampf mit Magomadow lieferte, traf auf den Klauser Legionär Torba Erik. Spektakulär ging Matthias durch zwei 4er-Wertungen mit 8:0 gegen den ungarischen Profi in Führung. Nach der zweiten 4er-Wertung lag der Klauser sogar auf den Schultern und Matthias hätte eigentlich einen Schultersieg erreicht. Der Schiedsrichter sah die Aktion jedoch im Aus und pfiff deshalb zu früh ab. Im weiteren Verlauf des Kampfes wurde der Ungar immer stärker. Matthias verlor bedingt durch seinen harten Freistilkampf an Kondition, hielt jedoch gut dagegen. Durch eine weitere Fehlentscheidung des Schiedsrichters bekam der Klauser 4 Punkte für einen Wurf in die Bauchlage, wobei es lediglich eine 1-Punkte-Wertung war. So schaffte es dieser, Matthias punktemäßig noch zu überholen und gewann die Begegnung mit 11:9. Die unglaubliche Leistung von Matthias wurde von den Götzner Fans trotzdem mit tosendem Applaus belohnt, denn mit seinem erneuten Punktegewinn war uns der Sieg nicht mehr zu nehmen. Zwei Kämpfe vor Schluss stand es 20:29.

Bis 88kg ging dann erneut Elias Pajantschitsch an den Start, der sich für seine unglückliche Schulterniederlage gegen Magomadow Ilias revanchieren wollte. Mit tollen Würfen ging Elias auch gleich in Führung und war klar dominierend auf der Matte. Durch eine kleine Unachtsamkeit kam der Heeressporter nochmals in die Kopfklammer, konnte sich jedoch befreien und machte den Sack schlussendlich zu. Er siegte mit 14:2 und konnte somit beweisen, dass er an diesem Abend der Bessere war.

Im letzten Kampf des Abends trafen wie schon in der ersten Begegnung der Saison Phillip Häusle und Halbeisen David aufeinander. Phillip ging ziemlich früh mit 2:0 in Führung, musste jedoch einiges einstecken, da Halbeisen zeitweise an der Grenze zur Unsportlichkeit agierte und sehr körperbetont kämpfte. Hier konnte der körperlich unterlegene Götzner leider nicht mithalten und musste sich schlussendlich mit einer 2:7 Niederlage geschlagen geben.

Am Ende ging die Mannschaft unter lautstarken KSV-Rufen der Fans als verdienter Sieger von der Matte und durfte sich über einen erneuten Sieg gegen den KSK Klaus freuen. In zwei Wochen kommt es jedoch schon wieder zum Rückkampf vor eigenem Publikum, bei dem der KSV wieder als Sieger von der Matte gehen will und sich die Ländle-Krone mit drei Siegen in Folge gegen den KSK endgültig zurückerobern will.
Zuvor muss unser Team aber nächste Woche nochmal gegen den RSC Inzing einen schweren Auswärtskampf absolvieren, bei dem es für beide Teams bereits ums Finale geht. Mit einem Sieg gegen die starken Tiroler ist der Finaleinzug für den KSV Götzis geschafft.

Ergebnisliste/Mannschaftsprotokoll