Start Berichte Bundesliga Silbermedaille in der 1. Bundesliga für den KSV Götzis!

Silbermedaille in der 1. Bundesliga für den KSV Götzis!

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Im abschließenden Finalkampf gegen den übermächtigen AC Wals konnte das Team des KSV Götzis trotz großer Ambitionen leider nicht überzeugen und belegte durch eine weitere Finalniederlage den starken 2. Platz in der 1. Bundesliga.

Obwohl das Team vollbesetzt im 2. Finalkampf in der Walserfeldhalle antreten wollte, war dies aufgrund von Verletzungen und Krankheit leider nicht möglich. So fielen mit Raul Häusle, Abdullakh Kenesarin, Elias Pajantschitsch und Matthias Kathan sowohl Youngsters, als auch ein wichtiger Routinier für die 2. Begegnung aus.
Von den zahlreichen Ausfällen wollte sich die Mannschaft jedoch nicht unterkriegen lassen und trotzdem einen alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um einen spannenden Finalkampf für die Ringsportfans zu liefern. Verhindert wurde dies schlussendlich vom Schiedsrichtergespann, welches wohl die schlechteste Leistung der Saison lieferte und den ohnehin schon übermächtigen AC Wals in so gut wie jeder Situation bevorzugte, ja teils schon Götzner Ringer niederpfiff.

In der ersten Begegnung des Abends bis 57kg im griechisch-römischen Stil trat Hamsat Asuchanov gegen Helmut Mühlbacher an. Hamsat lieferte einen tollen Kampf und ging früh in Führung. Er versuchte dann kein Risiko gegen den Walser Routinier einzugehen und geriet kaum in Bedrängnis, da Mühlbacher nur selten angriff. Schlussendlich konnte Hamsat das Duell mit 6:4 nach Punkten für sich entscheiden. Die Mannschaftspunkte gingen jedoch an den AC Wals, da Hamsat auf der Waage zu schwer war.

Im Kampf bis 130kg Greco trat wie immer unser WM-Starter Lukas Hörmann an, der eine unglaublich starke Leistung gegen den Walser Legionär zeigte. Der klar verdiente Sieg wurde ihm jedoch vom Schiedsgericht gestohlen, welches Lukas gnadenlos niederpfiff. Obwohl unser Schwergewicht klar aktiver war, wurde er zuerst in die Bodenlage geschickt, woraufhin er eine 2er-Wertung abgab und in Rückstand geriet. Doch dann gab Lukas alles und attackierte seinen Gegner fortlaufend, welcher schon bald an Kondition einbüßen musste. Lukas ließ jedoch nicht nach und attackierte weiter, bis der Walser Legionär endlich zwei Verwarnungen hatte und Lukas einen Punkt bekam. Und Obwohl Lukas nun schon nahezu 5 Minuten ununterbrochen aktiv war und sein Gegner nur blockierte, gab der Götzner weiterhin alles, um seinem Kontrahenten die dritte Verwarnung anzuhängen. Eine Minute lang ging der Walser Legionär nur rückwärts, setzte keine einzige Aktion, doch verwarnt wurde Lukas und dies ohne ersichtlichen Grund. Durch diese Entscheidung endete der Kampf schließlich mit einem 1:3, welches dem AC Wals vom Schiedsgericht geschenkt wurde und die Motivation unseres Aushängeschildes zerstörte.

Einen tollen und beeindruckenden Kampf lieferte die Legende Thomas Kathan, welcher für seinen Bruder Matthias einspringen musste. Thomas trat bis 68kg im griechisch-römischen Stil gegen Vollprofi Puffer Benedikt an. Obwohl Thomas nur wenige Trainingseinheiten in dieser Saison absolviert hatte, konnte er im Standkampf unglaublich gut mithalten und es war Puffer kaum möglich zu punkten. Beeindruckend waren die Ausdauer, der Siegeswille und natürlich das technische Können unseres Altmeisters, welcher immer noch WM-Startern entgegenhalten kann. Nach 6 Minuten konnte Puffer nur 3 technische Punkte gegen Thomas erringen und die Begegnung endete mit einem 3:0 nach Mannschaftspunkten.

Überzeugen konnte auch Philipp Häusle, der gegen Vollprofi Marchl Florian in Führung gehen konnte und bewies, dass er technisch einiges auf dem Kasten hat. Gegen den überstarken Marchl hatte Philipp schlussendlich jedoch das Nachsehen, was nicht zuletzt einer groben Fehlentscheidung des Schiedsgerichts zuzuschreiben war. Dieses hatte eine grobe Beinarbeit des Walsers einfach nicht geahndet, obwohl diese Aktion von allen drei Kampfrichtern hätte erkannt werden müssen. Durch die Beinarbeit geriet Philipp aus dem Gleichgewicht und Marchl konnte zur Kopfklammer fassen, aus der sich der Götzner nicht mehr befreien konnte. So endete diese Begegnung mit einem 1:4 nach Mannschaftspunkten.

Einen wahren Weltklassekampf bekam das Publikum in der Begegnung bis 100kg Greco zu sehen. Hier trafen der künftige Olympiastarter in Rio und Legionär des KSV Götzis, Dimitry Timchenko, und der Österreichische Olympiastarter von London, Amer Hrustanovic, aufeinander.
Der kleinere Walser nutzte seine Körpergröße aus, um von unten kräftig Druck auf Dimitry auszuüben. Dieser kehrte den Größenvorteil des Walsers jedoch um und fasste zur Kopfklammer, mit welcher er Hrustanovic von der Matte drängen und einen Punkt erkämpfen konnte. Der weitere Kampfverlauf wurde vom Schiedsgericht bestimmt, welches unseren Legionär ungerechtfertigt in die Bodenlage schickte. Beim Versuch den Ausheber des Walsers abzuwehren, trat Dimitry in die blaue Zone und sein Gegner erhielt einen Punkt. Der Walser Sportler hatte sein Ziel erreicht und stellte nun auf Abwehr um, während Dimitry angriff, um die Begegnung für sich zu entscheiden. Durch ständiges attackieren konnte unser Legionär noch punkten, weshalb diese geradezu olympische Begegnung mit einem 3:1 nach Mannschaftspunkten für den KSV Götzis endete.

Auch in der Freistilrunde gab es einen Kampf auf internationalem Niveau zu bewundern. Unser Legionär Liubomyr Sagaliuk traf erneut auf WM-Starter Visalimov vom AC Wals. In ihrer ersten Begegnung der Saison konnte der Walser noch eine 2-Punkte-Wertung erringen. Im zweiten Duell blieb er jedoch chancenlos gegen Liubomyr, welcher einen gezielten Beinangriff nach dem anderen setzte und schließlich noch in der ersten Runde einen Sieg durch technische Überlegenheit errang.

Ebenfalls siegreich war Martin Kogler im Kampf bis 88kg gegen Manfred Brötzner. Mit einer Kontertechnik nach einem Beinangriff des Walsers ging Martin gleich zu Beginn des Kampfes in Führung. Im weiteren Kampfverlauf haderte Martin etwas mit seiner Ausdauer, weshalb sich das Duell zu einer sehr spannenden Begegnung entwickelte, in der eine Wertung auf die andere folgte. Schlussendlich ging jedoch auch dem Walser Ringer die Puste aus und der Kampf endete mit einem 12:10 für Martin.

Obwohl der KSV Götzis in beiden Finalkämpfen als Verlierer von der Matte gehen musste, ist die Freude über den 2. Platz in der 1. Bundesliga riesengroß. Nach zweijähriger Abwesenheit war der KSV Götzis endlich wieder im Finale und konnte sich darüber hinaus die Ländle-Krone zurückerobern und starke Leistungen gegen den RSC Inzing zeigen. Nach einer tollen Saison des KSV Götzis, welche mit  einem Meistertitel in der 2. Bundesliga und dem 2. Platz in der 1. Bundesliga endet, steht fest, dass mit dem KSV Götzis in Zukunft wieder zu rechnen ist und wir uns auf dem richtigen Weg befinden, um bald wieder einen Meistertitel in der Königsklasse zu erkämpfen.