Donnerstag, 21. September 2017
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Aus der Vereinsgeschichte des KSV Götzis

Gründung

Die Gründung des Vereines erfolgte am 8. März 1928 unter dem Namen „Ringsportclub Götzis“.

Initianten der Vereinsgründung waren Dr. August Fischer aus Wolfurt und Ulrich Scheyer aus Götzis.

Erster Obmann war Alfons Kopf, Kassier war Heinrich Loacker und Schriftführer Ignaz Kathan.

Trainiert wurde im Lokal des Johann Georg Fleisch dreimal wöchentlich.

Im Jahre 1930 übersiedelten die Ringer dann in den Gasthof Hirschen. Neben dem Ringen wurden dort auch Wettkämpfe der Stemmer durchgeführt.

Der Ringsportclub Götzis 1929

Der Ringsportclub Götzis 1929
Hintere Reihe (von links): Warmut Berchtold, Roman Lampert, Emanuel Seewald, Gebhard Scheyer, Eugen Wohlgenannt, Hermann Loacker, Hermann Ursella;
Vordere Reihe (stehend von links): Ulrich Loacker, Mathäus Wäger, Anton Fleisch, Anton Steiner, Emil Loacker, Josef Bell, Robert Knünz, Eugen Loacker, Ferdinand Malang, Heinrich Wäger;
Vordere Reihe (sitzend von links): Mathias Loacker, Richard Ursella, Ulrich Scheyer, Heinrich Loacker, Obmann Alfons Kopf, Ignaz Kathan, Benedikt Loacker, Erich Loacker;
Liegend (von links): Erst Längle, Hans Loacker;

Neubeginn

Neubeginn als „Kraftsportverein Götzis“ – KSV Götzis

In den Kriegsjahren (1939 – 1945) ruhte der Vereinsbetrieb. Danach wurde der Ringsport in Götzis neu aktiviert und im Jahre 1949 ein neues Vereinsstatut beschlossen.

Der Name des Vereines wurde in „Kraftsport Verein Götzis“ geändert. Es gab eine Sektion Ringen, eine Sektion Stemmen, eine Sektion Boxen und eine Sektion für Keulenschwingen.

Die Mannschaft des KSV Götzis bei einem Vergleichskampf mit dem ESV Hallein im Jahre 1959

Die Mannschaft des KSV Götzis bei einem Vergleichskampf mit dem ESV Hallein im Jahre 1959
(von links): Alfred Fahrner, Reinhold Loacker, Hugo Jäger, Walter Wäger, Reinhold Mittelberger, Ernst Baumgartner (Leihringer vom RS Kriessern), Rudolf Mittelberger, Rudolf Parth;

Aufschwung

Als erster Ringer des KSV konnte Rudi Mittelberger 1960 einen Staatsmeistertitel der allgemeinen Klasse erringen und den Durchbruch zur nationalen Klasse erreichen.

Ein Jahr zuvor (1959) hatte Siegfried Ellensohn erstmals einen österreichischen Jugendmeistertitel für den KSV Götzis errungen.

Rudi Mittelberger – Staatsmeister im Bantamgewicht 1960
Rudi Mittelberger – Staatsmeister im Bantamgewicht 1960

Als Trainingslokal diente die zur Ringerhalle umfunktionierte alte Kegelbahn des Gasthofs Drei König. Alfons Jenny – Ehrenmitglied des Vereins – stellte dem KSV dieses Lokal kostenlos zur Verfügung. Das Duschen erfolgte in den warmen Jahreszeiten durch Abspritzen mit dem Gartenschlauch. Hier wurde in den späten 50er- Jahren bis in die 60er-Jahre trainiert.

Die Ringer der Altersgruppe Senioren – siehe Fotos – waren die Vorbilder für eine heranwachsende jungen Generation von Ringern wie Glück Engelbert, Glück Willi, Mayer Hans-Peter, Fend Wilfried, Berchtold Jürgen und Hartmann Bruno, die in den 60-er Jahren heraussragende Ergebnisse auf nationaler und internationaler Ebene erzielten. Einer der herausragenden Funktionäre war zur damaligen Zeit Oberhauser Otto, der auch als Österreichischer Jugendsportwart tätig war.

Ringerhalle

Die Ringerhalle in der Riebe

Hatte der Verein zu Beginn der 70-er Jahre noch im alten Feuerwehrhaus im Zollwehr seine Trainingsstätte, gelang 1977 unter Obmann Baumeister Siegfried Wäger (im 1. Bild links, rechts neben ihm der damalige Bürgermeister Küng) der Bau der Ringerhalle in der Riebe am Standort der alten Säge.

Nachdem diese stillgelegt war, hatte Dr. Bruno Hartmann die einmalige Gelegenheit am Schopf gepackt und den Bau vorangetrieben.

eroeffnungsfeierIm Bild ganz links Baumeister und Obmann Siegfried Wäger, rechts neben ihm BM Küng. Das Bild entstand bei der Eröffnungsfeier im Jahre 1977

Bilder von der Bautätigkeit im Jahre 1977 – aus der alten Säge wurde eine Ringerhalle!
Bilder von der Bautätigkeit im Jahre 1977 – aus der alten Säge wurde eine Ringerhalle!

Innerhalb von 5 Monaten schafften die Mitglieder des Vereines durch größten Arbeitseinsatz den Bau der Ringerhalle, unterstützt von der Marktgemeinde Götzis, dem Land Vorarlberg und zahlreichen Firmen, die uns durch das Schenken von Baumaterialen unterstützten. In der oberen Bildreihe – Bild 3 – ganz rechts – sieht man den Erbauer der alten Säge – Hr. Broger aus Hohenems.

Meistertitel

Der erste Mannschaftsmeistertitel

1983 konnte der KSV erstmals den Bundesliga-Mannschaftsmeistertitels holen und damit ein großes sportliches Ziel des Vereins erreichen.

Die Meisterstaffel des KSV Götzis 1983 mit Obmann Helmut Loacker und Vize Günther Jenny.
Die Meisterstaffel des KSV Götzis 1983 mit Obmann Helmut Loacker und Vize Günther Jenny.

 

Hintere Reihe (von links): Helmut Loacker, Betreuer Engelbert Glück, Heinz Bodemann, Kurt Fleisch, Peter Danner, Bruno Hartmann, Rainer Siegele, Willi Glück, Klaus Ellensohn, Helmut Skof, August Längle, Betreuer Karl Hanfstingl, Günther Jenny;

Vordere Reihe (von links): Franz Mittelberger, Paul Netzer, Michael Häusle, Gerhard Seebacher, Karl Tusch, Wolfgang Mittelberger;

Erfolge

Chronologie der größten sportlichen Erfolge beim KSV

Olympische Spiele
1972 gelang Bruno Hartmann die Qualifikation für die Olympischen Spiele in München

Weltmeisterschaften
1993 holte Nikola Hartmann ihren ersten Weltmeistertitel.
Vier weitere folgten: 1994, 1995, 1998, 2000

Europameisterschaften
1996 gab es den ersten von insgesamt 5 Europameistertiteln in Folge für die erfolgreichste Sportlerin des KSV, Nikola Hartmann.

Österreichische Mannschaftsmeistertitel
1983 holte die Mannschaft des KSV zum 1. Mal den Bundesligameistertitel,
1999 gelang der zweite Sieg in der Bundesliga
2004 konnte in der Nationalliga der Titel gewonnen werden

Turniere

Der KSV als Veranstalter großer Turniere

Das „Rudi-Mittelberger-Gedächtnisturnier“ (internationales Juniorenturnier) war von 1980 bis 1991 im offiziellen FILA-Kalender, brachte hochkarätigen Ringsport und auch einige spätere Olympiasieger nach Götzis (z.B.: Attila Repka (HUN), Sike A. (Hun), Farkas P. (HUN), Bullmann M. GER), Roenningen J. (NOR), Zawadzki W. (POL), Wolny R. (POL)

Jugend- Europameisterschaft der Burschen 1993 und Weltmeisterschaft der Juniorinnen in Götzis

1994 und 1998 „Großer Preis von Österreich“ – Casino GP in Götzis

1997 begann der KSV Götzis mit der Durchführung der „Ladies Open“ – einem internationalen Frauenturnier, fest verankert im offiziellen FILA-Kalender, das im Jahre 2012 zum 14. Male durchgeführt wird.

1999 veranstaltete der KSV Götzis die Europameisterschaften im Frauenringen. Nikola Hartmann holte dabei ihren 4. Europameistertitel. Barriga Elvira wurde Vizeeuropameisterin und das Austria Team belegte den sensationellen 6. Rang in der Teamwertung.

2009 veranstaltete der KSV erstmals das Golden Grand Prix Turnier für Frauen

2010 wurde das Internationale Juniorenturnier als „Austrian Junior Open“ ins Leben gerufen und wurde im Jahre 2011 erstmals durchgeführt.

Der KSV Götzis veranstaltet im Jahre 2012 als einer der wenigen Vereine der Welt zwei FILA-Turniere und bietet den heimischen AthletenInnen auf diese Weise hervorragende Wettkampfmöglichkeiten vor heimischem Publikum.

RZW

Das neue Ringsportzentrum West

November 2003
Baubeschluss der Gemeindevertretung nach langem Bemühen des KSV und langem Ringen um den richtigen Standort

Oktober 2004
Am 16. Oktober 2004 war die Eröffnungsfeier der neuen Halle am alten Standort.

Die neue Halle ist als Ringsportzentrum West konzipiert und bietet modernste Trainings- und Übernachtungsmöglichkeiten zur Durchführung internationaler Trainingslehrgänge für einheimische RingkampfsportlerInnen und Gäste aus aller Welt.

Und natürlich auch beste Trainingsbedingungen für die Sportlerinnen und Sportler des KSV Götzis.