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KSV Weihnachtscamp

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Da das Trainingslager mit den jungen Sportlern aus Rovereto dieses Jahr nicht stattfinden konnte, organisierten die Schülertrainer des KSV ihr eigenes Weihnachtscamp im RZW.
Vom 27.12.14. bis zum 30.12.14. übernachteten 23 Schüler, ein junger Kadett und 2 Trainer in den Zimmern der Ringerhalle und trainierten fleißig für das neue Jahr.

Das Ziel der Trainer war es, besonders auf die akrobatischen Defizite der Jungen und Mädchen einzugehen und sie dadurch auf das Technik- und Kampftraining vorzubereiten. Außerdem war es uns wichtig, möglichst auf jedes Kind individuell eingehen zu können und seine Fähigkeiten so zu verbessern.
Wir konnten, neben einigen Spieletrainings, insgesamt sechs Trainingseinheiten auf der Matte à je zwei Stunden abhalten. So war es uns möglich, durch viele Wiederholungen und Weiterführungen, einen sogar in diesen vier Tagen sichtbaren Trainingsfortschritt zu erzielen. Von Tag zu Tag wurden die Kinder schneller und genauer im Hindernissparcour, ehrgeiziger im Krafttraining und gewissenhafter im Akrobatiktraining.

Doch ein Trainingslager besteht nicht nur aus Training, wie es der Name vermuten lässt. Denn obwohl wir als Sportverein natürlich besonders am Ringsport und den Fähigkeiten der Schüler interessiert sind, liegt uns weit mehr am Herzen.
Wir wollten den jungen Knaben und Mädchen ein Mannschafts- und Gemeinschaftsgefühl vermitteln und ihnen zeigen, wie man sich in einem Team verhält. Des Weiteren sollte das Weihnachtscamp auch Spaß und Freude für unsere kleinen Vereinsmitglieder bedeuten, weshalb täglich Spiele auf der Matte, am Spielbrett und an den Karten auf dem Plan standen.
Obwohl es immer wieder zu „Kleinkriegen“ zwischen den verschiedenen Zimmern kam und wir alle den Satz „Trainer… Zimmer so und so heat scho widr bei üs klopft!“ nicht mehr hören können, hat sich der Zusammenhalt in der Mannschaft doch stark verbessert. Freundschaften wurden geknüpft und alle fingen an, sich gegenseitig zu helfen. Hierauf können die Kinder sehr stolz sein.

Beinahe so nervenzerreibend, wie die ständige Information über klopfende Kinder, war der Satz „Trainer… wenn gits endlich was zum eassa?“. Denn bei einem so langen Trainingslager, müssen schließlich auch alle etwas zu essen bekommen. Da wir aber nicht mehr im Hotel Mama waren, holten wir die Mamas und Omas eben einfach zu uns.
So kam es, dass jeden Tag sowohl Frühstück, als auch ein warmes Mittag- und Abendessen auf dem Tisch stand, welches auch ausnahmslos jedes Mal bei fast allen Kindern gut ankam. Und das ist bei 23 Jungen und Mädchen schon eine Glanzleistung.
Wir möchten uns hiermit nochmals bei Ulla, Anita, Vera, Paul und Claudia bedanken, die uns die ganzen Tage über bewirtschaftet haben. Darüber hinaus ein großer Dank an Familie Studer, die uns ein Abendessen gesponsert hat und an die drei Mütter, die uns leckeren Kuchen vorbeigebracht haben.

Trotz des guten Essens, war das Highlight jedoch der Rodelnachmittag. Da am Abend des 26.12.14. der lang ersehnte Schnee kam, mussten wir noch kurzfristig alle Eltern bitten, ihren Kinder einen Schlitten und Skianzüge mitzugeben. Durch den starken Schneefall hatten wir dann auch eine super Rodelpiste, nur 15 Minuten von der Ringerhalle entfernt. Hier kommt nun der dritte, nervenzerreibende Satz, den wir gefühlte 1000 Mal gehört haben: „Trainer… wenn gon ma endlich ge rodla?“

20141229_154725 Am Montagnachmittag war es schließlich soweit und 23 Kinder mit 6 Betreuern machten sich auf den Weg zur Rodelpiste. Die Vorfreude war groß und so dauerte es – zumindest bei den meisten – nicht lange, bis wir am Ziel ankamen und sofort starten konnten. Dann hieß es zwei Stunden lang auf und ab und wieder auf und wieder ab. An diesem Nachmittag erhielten wir wieder einmal den Beweis, dass Ringer alles andere als wehleidig und zimperlich sind. Denn trotz einiger actionfilmreifer Stürze, weinte oder jammerte nicht ein einziges Kind. Darüber hinaus war unsere Gruppe sicherlich die schnellste am ganzen Hang.
Wieder im RZW angekommen, gab es für alle Kuchen und heißen Kinderpunch zum Aufwärmen. Dieses Erlebnis werden sie wohl nicht so schnell vergessen.

An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmals bei den Trainern bedanken, die dieses Camp überhaupt erst möglich gemacht haben. Karl Kathan und Lars Häusle waren täglich in der Ringerhalle und betreuten die Jungs und Mädchen Tag und Nacht. Darüber hinaus übernachtete auch Raul Häusle im RZW und half kräftig mit. Mit seinen jungen Jahren war er eine tolle Bezugsperson für unsere Sportler.
Auch Michael Häusle war täglich vor Ort und half besonders beim Training mit. Ein weiterer Dank gilt Markus Nagel, Christina Längle und Michael Loacker, die ebenfalls beim Training mithalfen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Weihnachtscamp ein voller Erfolg war und es nächsten Jahr hoffentlich in dieser oder ähnlicher Form wieder stattfinden wird. Die Kinder haben sowohl sportlich, als auch menschlich vieles gelernt und können trotz einiger kleiner Zwischenfälle sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Außerdem hat auch ein noch junger Schülertrainer gelernt, dass nicht immer alles ganz so einfach ist, wie er es sich vorgestellt hat und dass 23 Kinder genug Energie haben um Berge zu versetzen.