Start Berichte Bundesliga Der KSV siegt im Ringsporthriller! Siegesserie hält an!

Der KSV siegt im Ringsporthriller! Siegesserie hält an!

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Nachdem die 2. Mannschaft des KSV gegen den RSC Inzing II klar siegen konnte, war im zweiten Kampf des Abends nochmals Hochspannung angesagt. Das starke Team aus Tirol, das letztes Jahr noch im unteren Play-off war, darf diese Saison drei Legionäre starten lassen und ist somit noch stärker geworden. Der KSV hielt jedoch alles dagegen und siegte in einem Thriller des Ringsports mit 28:25 Punkten!

Im ersten Duell im Freistil vor heimischem Publikum kam Hamsat Asuchanov wieder zum Einsatz und stellte sich dem Inzinger Legionär, Tsetskhaladze Amiran, entgegen. Nach einer starken Anfangsphase des Georgiers und ein paar unglücklichen Situationen für Hamsat ging dieser mit 10:0 in Führung. Hamsat erkannte jedoch, dass er nicht chancenlos ist und attackierte weiter. Somit holte er 6 Punkte auf und beendete die Begegnung mit 6:10 Punkten.
Hamsat bewies, dass er gegen nahezu jeden Gegner punkten kann.

Nach Hamsat musste Schwergewicht Lukas Hörmann an den Start. Sein Gegner war Vize-Juniorenweltmeister Daniel Gastl. Gastl machte durchgehend Druck auf Lukas, konnte jedoch keinen seiner Angriffe durchbringen. Lukas konnte schließlich durch Konterangriffe und einige eigene Aktionen mit 10:0 in Führung gehen. Leider gelang es ihm nicht mehr den 11. Punkt vor Ablauf der Zeit zu erringen. Trotzdem sicherte er in seiner schwächeren Stilart 3 Punkte für den KSV.

Bis 62kg im freien Stil startete wie gewohnt Abdullakh Kenesarin, der kurzen Prozess machte und nach 40 Sekunden als Sieger von der Matte ging. Er kämpfte sowohl technisch, als auch mental sehr souverän und errang 4 Mannschaftspunkte.

Liubomyr Sagaliuk, unser Legionär bis 100kg, erfüllte sein Soll auch diese Woche ohne Probleme.  Gegen seinen noch jungen Gegner erreichte er ohne Mühen die Höchstpunktzahl und kämpfte trotzdem sehr behutsam und kontrolliert.

Andre Kogler nahm für die Mannschaft 5kg ab und kämpfte mit vollem Einsatz. Im Freistilkampf siegte Andre durch technische Überlegenheit noch in der ersten Runde. Andre bewies, dass er trotz der Gewichtsreduktion noch seine volle Leistung abrufen kann und sogar im freien Stil einiges auf dem Kasten hat.

Bis 88kg Freistil kämpfte Elias Pajantschitsch gegen Wagner Michael. Wagner ist einer der wenigen Vollprofis bei der Polizei und Elias tat sich schwer gegen seinen Kontrahenten. In einem sehr unruhigen und turbulenten Duell, schaffte es der Götzner trotzdem den Kampf lange offen zu halten. Leider konnte er den Punktestand von 2:12 nicht halten und unterlag Wagner 10 Sekunden vor Kampfende mit 2:14 durch technische Überlegenheit.

Im letzten Kampf der Freistilrunde ging Martin Kogler an den Start, der sich einen harten Kampf mit Gastl Lukas lieferte. 30 Sekunden vor Schluss lag Martin noch 4 Punkte hinten, kämpfte sich dann jedoch wieder zurück in den Kampf und lag 10 Sekunden vor Schluss in Führung. Durch eine kleine Unachtsamkeit gelang seinem Gegner dann leider noch die Wende und Martin verlor mit 6:8 Punkten.

Nach der ersten Runde voller spannender Kämpfe führte der KSV mit 18:10 Punkten.

Den Anfang in der Greco-Runde machte Raul Häusle, der wie Hamsat gegen den Legionär Tsetskhladze Amiran antreten musste. Besonders zu Beginn des Duells kämpfte Raul sehr stark und konnte gut mithalten. Schlussendlich wurden ihm seine Nervosität und der große Respekt vor dem Gegner aber zum Verhängnis und Raul schaffte es leider nicht, ein 0:4 zu verhindern. Trotzdem zeigte der 15-Jährige eine sehr gute Leistung gegen einen starken Gegner.

Lukas Hörmann hatte auch im Greco-Kampf eine große Herausforderung zu bewältigen. Erneut stand er Daniel Gastl gegenüber, der nicht nur Vizeweltmeister, sondern auch langjähriger Trainingspartner und Freund von Lukas ist. Zusätzlich ist Gastls Coach, Benedikt Ernst, auch Trainer und Betreuer von Lukas Hörmann in Innsbruck, weshalb die Inzinger den Ringstil unseres Schwergewichts nur zu gut kennen. Gastl war also sehr gut auf Lukas eingestellt und schaffte früh eine 4er-Wertung, wodurch Lukas in Bedrängnis kam und nicht mehr in den Kampf zurückfand. Schließlich unterlag er dem Inzinger unglücklich. Lukas kann sich trotzdem über einen 10:0 Freistilerfolg gegen Gastl freuen und wird sich nun auf die kommenden Kämpfe konzentrieren.

Bis 62kg startete wieder Abdullakh Kenesarin, der dem Legionär Surmanidze Ramaz gegenüberstand. Trotz der Überlegenheit des Georgiers ließ sich Abdullakh nicht unterkriegen und kämpfte bis zum Ende tapfer. Obwohl er keinen technischen Punkt erkämpfen konnte, fand Cheftrainer Michael Häusle nur lobende Worte: „Abdullakh hat eine Eigenschaft, die für einen Ringer sehr wichtig ist. Er kämpft immer bis zum Schluss und gibt sich selbst auch gegen die besten Gegner und in den hoffnungslosesten Situationen nicht auf.“

Bis 100kg setzte der Cheftrainer wieder Dimitry Timchenko ein. Leider stellten die Inzinger hier keinen Gegner und unser künftiger Olympiastarter konnte sich wieder nicht präsentieren. Die Enttäuschung war dem Vollprofi anzusehen.

Andre Kogler bestritt auch den Greco-Kampf bis 68kg und war erneut siegreich. Nach 6 Minuten Kampfzeit ging er mit 8:0 gegen Heiss Daniel von der Matte und errang dadurch wichtige 3 Punkte für den KSV Götzis.

Elias Pajantschitsch musste sich erneut mit Vollprofi Wagner Michael messen und unterlag diesem mit 0:11 technischen Punkten. Leider gelang es Elias nicht, einen Punkt zu erzielen, weshalb er nach dem Kampf sichtlich enttäuscht war. Für ihn gilt es nun, den Kopf nicht hängen zu lassen und den Blick auf kommende Kämpfe zu richten.

Nach 13 Kämpfen stand es 25:25 und die Stimmung in der Halle war angespannt. Es kam zum alles entscheidenden Kampf von Altmeister und Routinier Matthias Kathan.
Matthias stand dem noch jungen Greil Benjamin gegenüber, der nichts zu verlieren hatte und mit unglaublichem Siegeswillen in den Kampf ging. Matthias ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und dominierte den Kampf vom Anfang bis zum Ende. Matthias machte einen Punkt nach dem anderen und beendete das Duell schließlich mit 8:0. Matthias bewies einmal wieder, dass man sich noch immer auf ihn verlassen kann und er der Ruhepol der Mannschaft ist.

Schlussendlich ging die Mannschaft des KSV Götzis mit 28:25 Punkten als verdienter Sieger von der Matte. Der KSV hat in der Saison 2015 also noch keinen einzigen Kampf verloren und blickt dementsprechend selbstbewusst auf die kommenden Kämpfe. Nächste Woche, am 24.10. ist der Rekordmeister AC Wals in Götzis zu Gast und das Team ist sich sicher, dass gegen den AC Wals alles möglich ist. Der KSV Götzis will sich möglichst früh den Einzug ins Finale sichern.

Einzelergebnise/Mannschaftsprotokoll